Peggys leere Grab
Jubilatekirche mit Blick auf den Friedhof

Das Grab der Schande

Auf dem Friedhof hinter der Jubilate-Kirche in Nordhalben-Grund (Heinersberg), gibt es das, was es eigentlich auf den wenigsten Friedhöfen geben dürfte - ein komplett leeres Grab. Es wurde für Peggy Knobloch angelegt, und das von ihrer Mutter. Neben der Aufschrift "Wer nicht an Engel glaubt, ist Dir nie begegnet" ist als Todesdatum der 7. Mai 2001 in den Stein gemeißelt, der Tag also, an dem Peggy als vermißt gilt.

Ein weiteres Kuriosum ist, daß der Pastor (die Kirchengemeinde) nur das Aufstellen eines Gedenksteins genehmigt hat, worauf Susanne Knobloch mit dem kompletten Grab vollendete Tatsachen schuf. Aus Piätätsgrunden wurde im Nachhinein darauf verzichtet, dieses Grab wieder zu entfernen.

Inzwischen dürfte genau diese Stelle als Schandfleck gelten, welches nicht nur schlecht gepflegt ist, sondern auch dasteht für einen bis heute nicht nachgewiesenen Tod von Peggy. Solange der Nachweis ausbleibt, ist dieses Grab wirklich überflüssig. Jetzt, spätestens, wo feststeht, daß es keinen Mörder, keine Leiche und auch keine Tat gibt, wäre es an der Zeit, diesen Schandfleck zu beseitigen. Das ist in 1. Linie Aufgabe von Susanne Knobloch.

Übrigens heißt die Kirche Jubilate, weil sie am 25. Juni 1926, dem Jubilate-Sonntag, geweiht wurde.