Traurige Gewißheit: Peggy ist tot

Längstens seit Dienstag ist es traurige Gewißheit: Peggy Knobloch ist tot. Ein Pilzsammler hatte am Samstag unmittelbar an einer Landstraße nahe der thüringischen Ortschaft Rodacherbrunn menschliche Knochen gefunden, die von der damals neunjährigen Schülerin aus Lichtenberg/Oberfranken stammen. Das hat eine DNA-Analyse zweifelsfrei ergeben. Der Fundort liegt nur etwa 15 Kilometer von Lichtenberg entfernt.

 

Schön, daß Sie da sind!

Kaum ein Fall von einem vermißten Kind hat mehr Wellen geschlagen, als der Fall Peggy Knobloch. Und kaum einer hat mehr böses Blut wallen, mehr Scharlatane und Besserwisser hervorgebracht, wie dieser. Zudem: Kein anderer Fall war juristisch so umstritten, wie der von Peggy Knobloch. Da war bereits ein Mörder verurteilt, obwohl es bis heute weder eine Spur, geschweige denn, eine Leiche gibt.

Obwohl der "Mörder" inzwischen freigesprochen ist, hat sich bis heute keine Ruhe eingestellt. Ganz im Gegenteil: Viel böses Blut wurde inzwischen vergossen, und das wird es immer noch. Gemeinsame Kämpfer sind zu unerbittlichen Gegnern geworden. Und irgendwelche neu hinzugekommenen Leute, die außer viel unsinniges Gerede nichts zum Fall beigetragen haben, fahren jetzt die Lorbeeren ein, für die andere sich die Finger verbrannt haben. Wobei ein Großteil von inzwischen juristischen Auseinandersetzungen zwischen den Kontrahenten von Münchberg ausgeht.

Diese Seite wird darüber informieren. Sie besteht seit 2007 und wurde aufgrund des Wiederaufnahmeverfahrens und dem Freispruch des "Mörders" gewaltig abgespeckt, weil ein Großteil des Inhalts nicht mehr relevant war.  Es geht auch nicht mehr um die Unschuld des "Mörders", sondern nur noch um das Schicksal von Peggy Knobloch.

Wer hat im Mai 2001 gelogen?

Konnte der Fall Peggy Knobloch nicht gelöst werden, weil Susanne Knobloch von einer Kollegin ein falsches Alibi bekam? Bisher hieß es immer, die Mutter von Peggy sei gut eine Stunde zur spät auf der Arbeit erschienen, war verheult, völlig durch den Wind und konnte deswegen an dem Tag auch nicht geimpft werden.

Jetzt ist durchgesickert, daß die Arbeitskollegin der Susanne Knobloch ein falsches Alibi gegeben haben soll. Denn es heißt: Sie war an dem Tag überhaupt nicht im Altenheim, wo sie ihren Dienst zu verrichten hatte! Außerdem heißt es weiter, daß das Auto von Susanne Knobloch schon kurz nach Peggys Verschwinden verschrottet wurde. Wenn diese Angaben so stimmen ist auch klar, warum Susanne Knobloch den Verdacht sehr früh auf Ulvi Kulac gelenkt hat.

Es ist jetzt, nachdem Ulvi Kulac wegen des Mordes an Peggy freigesprochen wurde, Aufgabe der Staatsanwaltschaft Bayreuth, den Fall Peggy Knobloch endlich mit einem richtigen Ergebnis zu Ende zu bringen und auch Susanne Knobloch energischer zu bestimmten Themen zu befragen. Denn der blinde Aktionismus, der gerade wieder im Gange ist und die gleichen Fehler beinhaltet, wie in der ersten Runde, schadet nur. Und das am Ende allen Beteiligten, und da ganz besonders jene, die unschuldig verfolgt werden. Für Kinderschänder allerdings darf es keinen Freibrief geben.

Was auch nicht gut ankommt: Die ehemaligen Ulvi-"Unterstützer" haben schnell gemerkt, daß sie mit dem Freispruch plötzlich überflüssig geworden sind. Also wurde fluchs beschlossen, eine "neue" Truppe zu bilden. Dabei sollte es darum gehen, Peggy zu finden, wobei der legendäre Satz von Gudrun Rödel gefallen ist:

"Wir haben den Beweis, daß in Lichtenberg kein Mord stattgefunden hat."

Die Staatsanwaltschaft in Bayreuth sieht das wohl anders. Sie hat der Truppe schon mal die Akteneinsicht verweigert, was als schallende Ohrfeige betrachtet werden kann. Und das war bisher nicht die einzige...

Wer verhindert die Klärung des Falles?

Warum wird der Fall Peggy Knobloch nicht geklärt? Diese Frage ist mehr als berechtigt, wenn der Ausgang des Wiederaufnahmeverfahrens gegen ihren vermeintlichen Mörder betrachtet wird. Zum einen war ja schon immer die Frage, wie überhaupt von einem Mord gesprochen werden kann, wenn es zu der Person keine einzige Spur, geschweige denn, erst recht keine Leiche gibt. Im Gauck-Prozeß (Hannover) z.B. war die Ausgangssituation völlig anders. Da wurde in dem Mietfahrzeug des Vater Blut von seiner Frau und seines Kindes gefunden. Da  beide nach wie vor spurlos verschwunden sind, kann ziemlich eindeutig von einem Mord ausgegangen werden. Es ist auch kaum vorstellbar, daß eine offensichtlich verletzte Mutter ihr ebenfalls verletztes Kind einer ärztlichen Betreuung entzieht, um es dadurch sterben zu lassen.

Im Fall Peggy war die Ausgangssituation eine völlig andere. Hier konnte noch nicht einmal sicher geklärt werden, ob das Mädchen nach der Schule wirkich zu Hause gewesen ist oder nicht. Wenn ja, dann ist die erste Frage: Warum ist der Schulranzen ebenfalls spurlos verschwunden? Es wäre selbst für eine 9jährige unlogisch, ein so schweres Teil den ganzen Nachmittag mit ich rumzuschleppen.

Und bei Peggy gab es eine Mutter, die völlig durch den Wind und verheult, außerdem verspätet, auf ihrer Arbeitsstelle erschien. Begründet wurde das damit, sie hätte am Sonntag mit den beiden Töchtern Fensterbilder gemalt, und die Farben würden eine Art allegische Reaktion ausgelöst haben. Wie kann das sein bei für für Kindern unschädlichen und damit zugelassenen Farben? Und es gab eine Mutter, die Peggys Sachen teilweise kurz nach dem spurlosen Verschwinden in den Müll warf mit der Begründung sinngemäß: Meine Schnegge kommt eh nicht wieder", was später mit der Schaffung eines Grabes unterstrichen wurde.

Es gab allerdings auch einen Vater, der nichts Eiligeres zu tun hatte, als Suchflyer in der tschechischen Kinderpornoszene zu verteilen und auf die Frage, wie er darauf gekommen ist, nach langem Rumgeeiere erklärte, er habe das rein zufällig beim Zigaretteneinkauf dort entdeckt. Wie das denn? Laufen die Kinder dort mit Schildern durch die Straßen, um auf ihre "Dienstleistung" aufmerksam zu machen.

 

Die neuen Kapriolen im Peggyfall

Im Peggyfall kann es gerade nichts Neues geben, da nicht weiter nach ihr gesucht wird.

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Welche Rolle spielte Ex-Innenminister Beckstein?

Welche Rolle spielte Beckstein im Fall Peggy?

Am Montag, 7. Mai 2001, verschwand die damals 9jährige Peggy Knobloch aus Lichtenberg bei Hof in Oberfranken auf mysteriöse Weise spurlos.

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Welche Bedeutung hat dieses Grab heute noch?

Inzwischen ist es bereits 1,5 Jahre her, daß der Fall Peggy nicht mehr als Todes- sondern wieder als Vermißtenfall behandelt wird. Da kommt die Frage auf, welche Bedeutung das als Gedenkstein deklarierte Grab jetzt noch haben soll. Als Trauerstätte jedenfalls ist es gänzlich ungeeignet, da unweigerlich klar ist, daß sich Peggy dort nicht befindet. Vielleicht wäre es sinnvoll, das Todesdatum zu entfernen oder in "vermißt seit" umzuändern und die Umrandung zu entfernen. Die Aufnahmen sind vom 24. November 2015

Peggy "Grab"
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