Recherchebericht aus dem Wendland

Eine neue Rundreise im Bergener Bereich bei sehr warmen Wetter erbrachte auch neue Erkenntnisse. So mußten Personen, die bereits allgemein befragt wurden, zu Katrins engerem Bekanntenkreis hinzugerechnet werden. Sicher etwas kurzsichtig von den Leuten, sich nicht gleich zu outen. Denn es ist immer nur eine Frage der Zeit bis die Zusammenhänge, wer mit wem bekannt war, klar werden.

Auch der Suizid einer Amtsperson wird jetzt auf mögliche Verbindungen zu Katrin hin abgeklopft.

Ein verdächtiges Waldstück konnte wegen der "stehenden Hitze" nicht vollständig abgesucht werden, doch das passiert in den nächsten Tagen.

Das Treffen mit einer Person, die möglicherweise noch Insiderwissen hat, fiel flach, da sie zum vereinbarten Termin nicht anwesend war. Was uns natürlich unangenehm aufstieß, da der Termin erst nach mehreren Versuchen zustande gekommen war. Zwangsläufig führt so etwas zu der Überlegung: "Versucht hier jemand sich vor unangenehmen Fragen zu drücken...?"

Dafür gab es klare Worte von einer Bergener Person zu Katrin und ihrem Freund Hansi, mit denen wir so nicht gerechnet hatten. Ebenso wurde ohne viel Federlesen eine Namensliste von Gästen eines Hotels in Bergen aus der Neujahreszeit 2001 ausgedruckt. "Denn", so meinten beide Inhaber, "es ist an der Zeit, daß die Sache geklärt wird".

Wie schon gesagt: Zusammen mit einem Freund, der im Hintergrund recherchiert, habe ich mich im Wendland umgesehen und mit einigen Leuten aus Katrins Umgebung gesprochen. In Groß Gaddau (Waddeweitz), wo Katrin bis zu ihrem spurlosen Verschwinden gelebt hat, war sie sehr beliebt. Hin und wieder beschäftigte sie sich mit Pferden und ganz besonders mit ihren beiden kleineren Geschwistern. Nach Aussagen der dort lebenden Menschen war Katrin immer freundlich und sehr zuverlässig. So hat sie sich einmal Inliner ausgeliehen und diese termingerecht und in absolut sauberen Zustand wieder abgegeben. Die Menschen in Groß Gaddau sind heute immer noch geschockt vom spurlosen Verschwinden Katrins und erlauben ihren Kindern - trotz miserabler Busverbindungen - nicht, per Anhalter zu fahren.

Katrins Vater, Frank Konert, macht sich heute noch Vorwürfe, nicht in Magdeburg-Olvenstedt geblieben zu sein, weil er meint, daß Katrin dann noch dagewesen wäre. Er spricht auch davon, nicht von einer Toten zu reden, weil es keine einzige Spur gibt, die Katrins Verschwinden plausibel erklären könnte. Über den Rest des Gespräches mit Frank Konert haben wir Stillschweigen vereinbahrt!

Diese Informationen kann ich hier und heute veröffentlichen, wenngleich der Besuch im Wendland auch noch etliche andere Spuren aufgezeichnet hat. So gibt es einen Hinweis auf ein Fahrzeug mit Berliner Kennzeichen und die damit verbundenen Zusammenhänge, die sehr plausibel sind, jedoch erst noch überprüft werden müssen. Wenn wir darüber schweigen, wollen wir natürlich unsere Rechercheergebnisse nicht gefährden, was die Sache nie zu einem Abschluß bringen würde. Außerdem sollen mögliche neue Zeugen nicht beeinflußt werden.

 

Wenn Sie etwas zum Entführungsfall sagen können - bitte melden Sie sich!

ALLE ANGABEN WERDEN AUF WUNSCH STRENG VERTRAULICH BEHANDELT! IHR NAME WIRD VON UNS NUR WEITERGEGEBEN, WENN SIE DAS AUCH WIRKLICH WOLLEN! ANSONSTEN GILT DAS REDAKTIONELLE INFORMANTEN-GEHEIMNIS!

Bitte rufen Sie an - Telefon 05121 - 698 6390 - oder schreiben Sie eine E-Mail. Wir gehen jedem Hinweis vertrauensvoll nach. Ihr Name wird auf Wunsch nirgendwo erscheinen - auch bei der Polizei nicht! Helfen Sie mit, diesen Fall endlich aufzuklären, damit die Kinder im Wendland wieder sorgenfrei auf die Straße gehen können!

 

Das Bild zeigt Katrin (2. von oben) aus ihrer Schulzeit in Clenze.

Katrin und der Gruß einer Freundin