Offener Brief an Ermittlungsleiter Rusche

Offener Brief an Andreas Rusche (Kripo)
(öffentlich gemacht, da auf die vorgetragenen Fakten nicht reagiert wird!)
 

Sehr geehrter Herr Rusche,

mir ist klar, daß Sie mich nicht sonderlich mögen. Schließlich war ich im Vermißtenfall Katrin Konert seit Anfang an Ihr schärfster Kritiker und habe vor, das auch zu bleiben. Besonders, nachdem ich den Kriminalreport vom WDR (liegt mir im Original vor) gesehen habe. Ein derartiger Müll konnte nur in meiner Abwesenheit gedreht werden, denn neue Fakten wurden darin ganz bewußt verschwiegen. Mir ist schon klar, wem das zu verdanken ist, und dennoch hatte der Report eine gute Seite.

 

Gezeigt wird unter anderem auch ein privater Film der Konerts. Angeblich spielt er auf einer Familien-Silvesterfeier 2000 (keine 24 Stunden vor Katrins Verschwinden!) in Groß Gaddau, wobei die Ortsangabe ohnehin falsch ist, da Konert an dem Tag Dienst hatte und in seinen Diensträumen - wie er sagt - verbotenerweise - gefeiert hat. Und das soll nach seinen Angaben lediglich mit der eigenen Familie stattgefunden haben! Wozu also ein ganzer Saal?

 

Nun komme ich einmal zu dem "Silvesterfilm 2000" und vergleiche die Katrinbilder mit dem offiziellen Fahndungsbild, das auf Ihrer Webseite mit "Dezember 2000" angegeben ist. Das heißt: Das Bild aus dem Film und das Fahndungsbild stammen zwangsläufig aus dem Monat Dezember 2000. Jetzt frage ich Sie: Glauben Sie an Wunder? Ich nicht, denn die beiden Bilder zeigen Katrin einmal mit langen und vollen Haaren, einmal mit fransigen sehr kurzen.

 

Nun frage ich mich, welches Bild ist davon zuerst entstanden? Natürlich das mit den kurzen Haaren, denn das andere soll ja Silvester aufgenommen worden sein. Das heißt: Katrin hat ein Superhaarwuchsmittel eingesetzt, um die neue Frisur Silvester tragen zu können. Also doch ein Wunder?

 

Das bedeutet jedoch eindeutig: Der als Silvesterfilm proklamierte Streifen ist niemals Silvester 2000 entstanden, sondern aus einem anderen Anlaß lange davor. Das heißt jedoch auch, daß Katrin niemals mit der Familie Silvester gefeiert hat (wir haben Aussagen, daß sie in der Tat bei Hansi war) und schon vor Neujahr von zu Hause weg war. Über die Zeit zwischen dem Ferienbeginn Weihnachten 2000 und dem 1. Januar 2001 im Hause Konert ist seltsamerweise nichts bekannt, und Frank Konert hat sich auch uns gegenüber dazu nicht geäußert, ebenso wenig Mandy. Was also ist dort in dieser Zeit abgelaufen?

 

Wie konnte es sein, daß die Konerts (ohne Frank) am 1. Januar ganz gezielt zu Hansi gefahren sind, wenn sie davon nichts wissen durften? Ist doch mehr als seltsam? Wie kommen Sie darauf (Aussage Film), die hätten sich dort Videos angesehen? Haben sie nämlich nicht, weil dafür die bisher angenommene Zeit (Abfahrt Waddeweitz 15 Uhr, Abgang Bahnhofstraße 2, Bergen gegen 17 Uhr) viel zu kurz war, zumal es wegen eines in Hansis Wohnung anwesenden Betrunkenen auch noch Zoff gegeben haben soll. Das ist übrigens die ureigene Aussage von Hansi, die von Katrin kennen wir aus bekannten Gründen immer noch nicht.

Weiter?

 

Wer hat Katrin von der Pizzeria aus sehen können? Es war Eisregen, da geht kein Mensch freiwillig vor die Tür. Und die Fenster zur Breiten Straße waren und sind immer noch zugestellt. Sicht zur Straße ist nicht möglich!

 

Die Sicht bei Dunkelheit ist in der Breiten Straße unmöglich! Ich selbst habe dort Menschen von Einbruch der Dunkelheit bis zur Dunkelheit beobachtet und konnte aus einigen Metern Entfernung niemanden erkennen. Die Laternen dort werfen nur Licht direkt unter dem Standort auf den Bürgersteig.

 

An der Bushaltestelle am Heckenweg ist der Zustand noch extremer. Dort ist auf der Seite der Scheune absolut nichts zu sehen. Als ein Radfahrer, der mit Licht die Straße hinauffuhr, anhielt, war von ihm und dem Rad gar nichts zu sehen. Direkt vor der Bushaltestelle war jemand mit blauer Jacke nicht zu sehen. Katrin war, bis auf das Gesicht, total schwarz!

 

Weiter Bushaltestelle: Katrin war Raucherin. Wenn sie dort wirklich bis zu zwei Stunden zugebracht hat, würde dort mindestens eine Kippe zu finden gewesen sein. Wenn der Tabakbeutel fehlt, muß sich darin auch noch Tabak befunden haben. Als Raucher weiß ich, daß ich gerade dann rauche, wenn ich mich irgendwo langweile. Die Bushaltestelle Heckenweg war am Neujahrsabend und bei Glatteis bestimmt nicht spannend! Sie ist es ja noch nicht einmal an einem ganz gewöhnlichen Wochentag, weil dort nichts passiert. Weitere Utensilien, die vorhanden gewesen sein könnten: Tempotaschentücher, Kaugummis, Kaugummipapier, Spucke usw. Da von alledem nichts gefunden wurde ist die logische Folgerung: Katrin war nie an dieser Bushaltestelle.

 

Bahnhofsstraße gegenüber Gartenstraße: Dort führt ein Weg durch irgendwelche Wiesen direkt am MC Nordmänner Clubhaus vorbei. Diesen Weg hat Hansi auch Ostern 2007 benutzt, um bei den Nordmännern am Osterfeuer teilzunehmen. Diesen Weg hat er garantiert auch Silvester 2000/ Neujahr 2001 (oder davor) zusammen mit Katrin genutzt. Das ist die einzige Möglichkeit, um wirklich von niemandem gesehen zu werden, auch kaum bei Tageslicht. Hansi war und ist immer noch Mitglied im Club.

 

Nach allem, was wir in Bergen und den restlichen betroffenen Orten erfahren konnten, gehen wir davon aus, daß (entfernt, da mögliche Ermittlungen nicht gefährdet werden sollen und dürfen!) mit Katrins Verschwinden in Verbindung gebracht werden kann. Das würde auch erklären, daß die Konerts falsche Aussagen machen, bzw. seit fast 8 Jahren immer die gleiche Leier runterbeten und Recherchen nicht unterstützen, obwohl sie nach ihrem Gerede für jede Aktivität dankbar sein müßten!

 

Sie selbst haben zu den Konerts nach eigenen Angaben ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Dieses kann nicht mehr zu objektiven Ermittlungen führen, was ich als Redakteur bereits am allerersten Tag meines Volontariats gelernt habe. In solchen Fällen muß der Fall abgegeben und völlig neu aufgerollt werden (siehe Yasmin Stieler aus Ihrer direkten Nachbarschaft!). Sie sollten sich von sich aus dazu aufraffen, weil sie vieles nicht mehr objektiv sehen können und auch wollen, weil das eigene Fehler zeigen würde. Zeigen Sie einfach Rückgrat, dann schaue selbst ich zu Ihnen hinauf. Wir haben doch beide ein gemeinsames Ziel: Die Klärung des Falles Katrin Konert. Ich sehe da auch noch andere Zusammenhänge, die allerdings in eine ganz andere Richtung gehen. Es wäre auch weit hergeholt, diese zu favoritisieren, weil derzeit noch die richtigen Verbindungen fehlen (siehe dazu auch Peggy Knobloch, ein ziemlich gleichgelagerter Fall).

In der Anlage der Bildvergleich aus dem besagten Silvesterfilm. Deutlicher kann es nicht mehr gezeigt werden! Es ist auch schon auf der Internetseite zu finden.

 

Ich denke, Sie teilen mir Ihre Entscheidung mit.

 

Mit freundlichen Grüßen
Radovin Zips